Salutogenese, Gesundheit und Gesunderhaltung.
2009 war ich zum ersten Mal in meinem Leben in der Schweiz. Alles war mir fremd und gleichzeitig entdeckungswürdig schön. Über die Sprache, die ich las und hörte, musste ich schmunzeln und nachdenken. Es klang wie eine Mischung aus Englisch und Französisch und ergab noch keinen Sinn – ich verstand einzelne Wörter, aber keine Zusammenhänge.
Das Wort Hallo «Sali» irritierte mich sehr. Ich kannte den italienischen Trinkgruss «Salute» und auch das französische «Salut». Heute weiss ich, alle drei sind Verwandte und entstammen dem lateinischen Grussformel Salutem. Ein Wort, das soviel wie Gesundheit oder Wohlbefinden bedeutet.
Wie schön ist das bitte!?
Gesundheit! als Begrüssungsformel – wie schnöde ist dagegen das Hallo!?
Der Wonne-Monat Mai ist Mental Health Awareness Month – auch das ist passend!
Im Mai blühen wir regelrecht auf, werden vitaler, bewegen uns mit dem zunehmenden Tageslicht und steigenden Temperaturen mehr draussen an der frischen Luft. Die Natur lädt uns ein und zeigt uns vieles, wenn wir genau hinschauen. Denn ach, nach jeden Wachstumsschub, dem Er- und dem Aufblühen, kommt das Abblühen und Vergehen.
Diesen Teil mögen wir nicht. Doch weil wir Natur sind, bauen auch wir ab. Täglich. Zellen entsorgen die Abbauprodukte und der Aufbau wird mit unseren gelebten Monden, Lebenstagen und Jahren und so manchen Angriffen darin, fehlerhafter. Kurzum: wir altern.
Für ein möglichst «gesundes» Altern sind drei Dinge sehr bedeutsam. Die Grundlagen wurden von Aaron Antonovsky entwickelt und sind als Salutogenese bekannt.
Ich nutze sie mit meinen Worten wie folgt:
Gesunderhaltung und damit auch Wachstum in Reife bedeuten, das Leben
in Phasen zu verstehen und einordnen zu können
zu begreifen, dass jeder Schritt darin von uns bewältigbar ist
und es einen Sinn gibt, Dinge zu tun, die nur ich tun und erfüllen kann.
Wir können leider nicht alle gesund 90 werden und dann schnell tot umfallen.
Wir können aber ein paar einfache Dinge tun, die uns Spass machen – ausprobieren – uns kulinarisch Abwechslung einbauen, essen stoppen, bevor wie satt sind und immer wieder unsere Neugier befeuern – Premieren erleben!
Als Coach für Prävention und Selbstfürsorge und als Genesungsbegleiterin weiss ich, dass Gesundheit, gerade nach akuten Lebenseinschnitten, nicht mehr erlebt wird, wie zuvor.
Dass diese Premiere eine besondere Herausforderung darstellt
dass Endlichkeit ein Geschenk ist
damit wir unsere wunderbare Einmaligkeit entdecken
ausformulieren und dementsprechend leben – solange wir dazu in der Lage sind.
Diese Erkenntnisse sind wie Sterne, sie leuchten nachts.
Heute tausche ich meinen geliebten Mittags-Kaffee gegen Bio-Oolong aus. Gestern gab’s Gartenkräuter: Pfefferminz-Melisse und vorgestern Brennnessel.
Was tust du heute für dich?
Patricia Myriam
Herzenssache.
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