Achtsam denken und handeln. Aber wes Geistes Kind bist du?
Maria Lichtmess und St. Blasius liegen heute kalendarisch so nahe beieinander, dass man am Sonntag vor diesen beiden Feiertagen in der katholischen Liturgie ordentlich was erleben kann, bei all den Riten, festlichen Ritualen und Segnungen.
Am 02. Februar feiert die röm.-kath. Kirche das Hochfest Maria Lichtmess, Darstellung des Herrn, mit Kerzenweihe und Lichterprozession. Das Hochfest wird 40 Tage nach der Geburt Jesu gefeiert. Ursprünglich fiel das Fest auf den 14.02., also vierzig Tage nach dem Fest der Erscheinung des Herrn am 06. Januar, wo die Ostkirche Weihnachten feiert. Kaiser Justinian hatte das im Jahr 542 geändert, denn in der Westkirche hatte sich der 25.12. als Feiertag der Geburt des Herrn durchgesetzt.
Der 03. Februar ist der Feiertag des heiligen Blasius. Er war erst Arzt und wurde aufgrund seiner unermüdlichen Hilfsbereitschaft gegenüber Arm und Reich, so steht es bei Wiki zu lesen, Bischof von Sebaste und als Märtyrer durch die Christenverfolgungen des Römischen Reiches gequält und enthauptet. Er gehört zu den vierzehn heiligen Nothelfern, der zum Schutz vor Halskrankheiten und allem Bösen angerufen wird.
Die Kerzensegnung – die Gläubigen können ihren Jahresvorrat an Kerzen segnen lassen – und die anschliessende Prozession oder Statio mit brennenden Kerzen, wo die Christen symbolisch die Erleuchtung der Heiden und ihr erstes Entgegenkommen ihres Königs, Jesus Christus in die Stadt Davids, dem heiligen Jerusalem symbolisieren, gehören zur Lichtmessfeier.
Den Blasius- Segen empfangen die Gläubigen durch ein gekreuztes Kerzenpaar hindurch, symbolisch an das Andreaskreuz angelehnt, oft am Ende der Liturgie.
Ich selbst bin in diesen Tagen, dem Jahreskreis entsprechend, besonnen unterwegs. Das Foto habe ich in meinem Naturgarten gemacht und es lud mich ein, weiter zu sinnieren.
👉 Wenn wir nicht mehr wissen, woher wir – geistig und kulturell betrachtet – kommen, können wir nicht wissen, wer wir heute sind, noch gefestigt handeln.
Feste und Feiern gaben Menschen viele jahrhundertelang Halt und geistige Orientierung. Es lohnt sich, die Legenden der Heiligen, wie beispielsweise vom Heiligen Blasius nachzulesen. Seine Gefestigtheit gegenüber Überredungskünsten, Zeitgeist, Götterkulten und bösen Machthabern könnte auch uns etwas Wichtiges sagen.
💡 Woran orientierst du dich?
Herzlich,
Patricia Myriam
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