Leben, Tod und das Dazwischen

Leben, Tod, Dazwischen – Glasmalerei als Symbolbild für diese Thematik

Karsamstag gedenkt der Verwirrung zwischen der eben noch so intensiv aufgeflammten Hoffnung, die ein Mensch brachte und machte und dem ganzen schrecklichen Leid aus der Angst vor friedlichen Veränderungen, die mit Missgunst und nacktem Hass zu Verurteilung, Qualen und Tod führen und die Überlebende ohnmächtig und lähmend zurücklässt.

Kommt dir das bekannt vor?

Die Jünger Jesu waren – heute würde man wahrscheinlich sagen – traumatisiert. Die Verfolgung, ihre Fusswaschung, also die Selbsterniedrigung ihres Herrn als ein sichtbares Dienen, das gemeinsame letzte Abendmahl, der Verrat aus ihren Reihen, der Schauprozess vor den wütenden Massen durch den römischen Statthalter Pontius Pilatus, der Präfekt des röm. Kaiser Tiberius war und wusste, dass er falsch lag und dennoch öffentlich «seine Hände in Unschuld (in Wasser) tauchte», die Stunden der Folter und der Tod ihres Herrn, haben sie schockiert.

Es war und ist nicht fassbar, nicht greifbar, was sie erlebten, wie sie selbst Teilnehmer und Teilgeber dieser Geschichte waren und wie diese Passion so sehr in unser Heute passt, in das, was viele Menschen auf der Welt erleben, ja erleiden.

Karsamstag ist ein DAZWISCHEN.

Ein ANDERS, als vorher.

Ein Tag ohne Kompassnadel.

Karsamstag ist HEUTE.

Die Jünger Jesu tun, was für sie am nächsten liegt und dran ist. Sie machen sich auf den Heimweg zu ihren Familien. Zu Fuss gehend. Das sortiert ihre Gedanken. Und unterwegs, fast wie nebenbei, spüren sie wieder LEBEN.
Sie wissen es nicht, aber Jesus geht wieder mit ihnen.

Gott kann sich nicht ändern. Und weil Jesus Mensch und Gottes Sohn zugleich ist, geht er auch heute mit dir. Wohin du auch gehst. Was auch geschieht. Im Psalm 23 der Bibel findest du ganz wunderbare Worte darüber.

Herzlich, Patricia Myriam

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