Leere und das Synonym Nichts sind Begriffe, die im Allgemeinen negative Assoziationen auslösen.
Wenn jemand sich leer fühlt, scheint etwas nicht gut zu sein. Leer bedeutet in unserem Kulturverständnis nicht neutral. Da scheint die depressive Verstimmung näher, als einem lieb ist. Und fix, flott, schnell beginnen wir – fast automatisch – diese Leere zu füllen.
Neulich ging es mir so. Ich fühlte mich leer. Keine Frage, keine Antwort, kein Suchen. Es war ok. Doch ich ertappte mich, dass ich für mein Umfeld ein Schild hochhalten wollte. Alles easy! Geht vorbei! Wir Frauen haben sowieso den «antrainierten», einen sozialisierten Lächelzwang, also hübsch weiter lächeln, geht doch meistens, oder?
In der Mystik, sogar in der Neurobiologie ist erlebte Leere, solange sie nicht dauerhaft präsent ist, etwas Positives.
🔸 Leere hat volles Potenzial.
🔸 Aus dem Nichts kann Neues entstehen.
🔸 In der Leere liegt Raum.
🔸 Raum bietet Platz für Weite und Freiheit.
💡 Die sogenannte Fastenzeit, circa sieben Wochen vor dem Osterfest, lädt dazu ein. Zen, die japanische Form des Buddhismus auch, klingt nur cooler und ist mit täglicher Übung verbunden, nicht bloss ein paar Wochen im Jahr.
Hin und wieder leer werden zulassen zu können, ganz leicht zu werden, abzuwerfen, was lastet, im Moment ohne Gedankendrehen zu sein, ist vielleicht eine sehr unterschätze, grosse Freiheit.
Herzlich,
Patricia Myriam
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